Begegnung im Balkanexpress

Untertitel: Hörwerke der Zeit
Sendefolge:

Autor/Autorin: Wolfgang Hildesheimer
Bearbeitung:

Regie: Herbert Fuchs
Regieassistenz: Emmy Kern

Darsteller: Ulrich Bettac (Ministerpräsident der Procegowina)
Karl Fochler (Mister Lionel Roderic Pratt)
Leopold Hainisch (Potentat)
Kurt Jaggberg (Lokomotivführer)
Egon v. Jordan (Fürst Jaroslavl VI.)
Viktor de Kowa (Robert Guiscard)
Sigrid Marquardt (Liane, eine Spionin)
Carl Merz (Kultusminister der Procegowina)
Helly Pape (Ältere Dame)
Willy Schumann (Riedlmayer's Handbuch der Kunst)
Johann Sklenka (Schaffner)
Kurt Sowinetz (Heizer)
Guido Wieland (ein ägyptischer Kunsthändler)
Musik: Otto Walter
Ausführende (Tätigkeit): Martha Rittmann (Schnitt)
Tontechnik: Fritz Lukan

Erstsendung: 1958-07-01
Sendezeit:
Wiederholung: 2000-02-12
Sendeanstalt: ORF
Abteilung:
Inhalt:
Eine liebenswürdig-ironische Gaunerkomödie, angesiedelt in exotisch-vorderorientalischen Phantasieländern. Der Bilderfälscher Robert Guiscard erzählt einem Reisegefährten im Balkanexpress von seinen Erlebnissen in dem kleinen Balkan-Fürstentum Procegowina. Er hat dort einen Maler aus dem 17. Jahrhundert erfunden, dem er die Bilder, die er selbst malte, zuschrieb. Der Verkauf dieser Bilder befreite das Land von allen finanziellen Nöten.



Alternativ:
Nirgendwo ist das Leben so aufregend und so abenteuerlich wie auf dem Balkan. Wolfgang Hildesheimer hat es in seinen Hörspielen, deren Handlung er in ein von ihm frei erfundenes Balkanländchen verlegt hat, mehrfach demonstriert. So signalisieren in der schönen, wilden Procegovina, im zerklüfteten Herzen Maghrebiniens, nicht nur die Späherblicke blavazischer Pferdediebe, sondern auch die Blicke schöner Mädchenaugen Gefahr. Der berühmte Kunstfälscher Robert Guiscard, der im Sold des procegovinischen Souveräns steht, verhilft dem kleinen Balkanländchen zu seinem Nationalmaler und sorgt damit nicht nur für nationale Identität, sondern zugleich für volle Staatskassen. Als er in die Hände eines anderen Fälscher-Syndikats gerät, kann er sich nur durch echt maghrebinische Mittel befreien: durch Bestechung und Liebe.

Wolfgang Hildesheimer (1916-1991) emigrierte 1933 nach England, später nach Palästina. Lebte bis zu seinem Tod in der Schweiz. Als Vertreter der sogenannten "absurden Dramatik" zählt der mit bedeutenden Preisen ausgezeichnete Schriftsteller zu den produktivsten Hörspielautoren der 50er und 60er Jahre. Erhielt für "Prinzessin Turandot" 1954 den "Hörspielpreis der Kriegsblinden".

Weiterführende Angaben:  
interne Quellen:  
externe Quellen:  
Bemerkungen: Verlag Hans Bredow-Institut 1956 gebundenes Manuskript
Archivstatus: Inventarnr.: 001_3443, Umfang (Seiten Scans): 32
Patenschaft:  


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