Demetrius

Untertitel: Ein dramatisches Fragment von
Sendefolge:

Autor/Autorin: Friedrich Schiller
Bearbeitung: Ludwig Unger

Regie: Ludwig Unger
Regieassistenz:

Darsteller: Raoul Aslan (Sigismund II. von Polen)
Erich Auer (Odowalsky)
Günther Bauer (Fischerknabe)
Eduard Benoni (Kastellan von Krakau)
Eva Gold (Alexia)
Franz Haas (Kanzler)
Herbert Herbe (Hiob, Patriarch von Moskau)
Judith Holzmeister (Marina Mnischek)
Rose Jung-Mahr (Pförtnerin)
Elisabeth Kallina (Olga)
Heinrich Ortmayr (Erzbischof)
Vally Reichert-Heidt (Xenia)
Hans Raimund Richter (Korella)
Tonio Riedl (Ossolinsky)
Wolfgang Riemerschmid (Kronmarschall)
Otto Schmöle (Mnischek)
Reinhold Siegert (Bischof)
Albin Skoda (Demetrius)
Helene Thimig (Marfa)
Otto Wögerer (Leo)
Musik: Otto Walter
Ausführende (Tätigkeit):
Tontechnik:

Erstsendung: 1955-05-10
Sendezeit: 20:45-22:00
Wiederholung: 2005-02-08
Sendeanstalt: Radio-Wien
Abteilung:
Inhalt:

Dieses letzte Werk Schillers ist Fragment geblieben. Nahezu vollendet sind nur der 1. und der 2. Akt. Vollendet und genau notiert war aber der Plan zum großen Historiendrama. Diese Entwürfe gehen in die Funkinszenierung ein, so daß das Drama - sozusagen in Prosaform - zum Abschluß geführt wird.
Es ist die Geschichte des Dimitrij bzw. des falschen Dimitrij. Der auch von Puschkin verewigte Boris Godunow hatte den echten Dimitrij, einen Sohn Iwan des Schrecklichen, 1591 als Kind ermorden lassen, um sich selber auf den russischen Thron setzen zu können. Doch taucht nach etlichen Jahren in Polen, dem Erbfeind Rußlands, ein Jüngling auf, von dem gesagt wird, er sei der durch ein Wunder den Mördern entkommene rechtmäßige Thronnachfolger. Da dieser (falsche) Dimitrij bei Schiller selber an die Mär glaubt, zieht er voller Überzeugung mit den Polen gegen den Moskauer Thronräuber in den Krieg. Hier bricht das Fragment ab. Nach dem Sieg verdichten sich die Zweifel an der Identität des Demetrius. Als auch der Mörder von damals nun eine eindeutige Aussage zum Tod des echten Thronnachfolgers gibt, sind Selbstbewußtsein und Macht des falschen gebrochen.
(Prod.Jahr: 1955)


Weiterführende Angaben:  
interne Quellen:  
externe Quellen:  
Bemerkungen: unbeschriebenes Kartoncover
Archivstatus: Inventarnr.: 001_3207, Umfang (Seiten Scans): 48
Patenschaft:  


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