Torquato Tasso

Untertitel: Ein Schauspiel von
Sendefolge:

Autor/Autorin: Johann Wolfgang v. Goethe
Bearbeitung:

Regie:
Regieassistenz:

Darsteller: Ludwig Hillinger
Else Wohlgemuth
Musik:
Ausf├╝hrende (T├Ątigkeit):
Tontechnik:

Erstsendung: 1947-03-19
Sendezeit: 20:20-22:00
Wiederholung:
Sendeanstalt: Radio-Wien (RAVAG II, nach 1945)
Abteilung:
Inhalt:

"Tasso ist das vollkommene, das wahre Musterdrama der Zukunft." Mit diesen Worten hat sich der bekannte Goethe-Forscher Ernst Horneffer gegen die These verwahrt, dieses Schauspiel sei ein reines Lesedrama. Damit ist gleichzeitig gesagt, da├č sich ein so auf das Wort gestelltes St├╝ck, zumal unter einer auf F├╝hrung und nat├╝rliche Auflockerung des Dialogs bedachten Regie auch auf der reinen H├Ârb├╝hne voll bew├Ąhren m├╝├čte. Dieses Schauspiel hat nicht die reale Umwelt des italienischen Dichters Torquato Tasso, der im 16. Jahrhundert "Das befreite Jerusalem" schrieb, zur Grundlage, sondern spiegelt in jeder Phase die Atmosph├Ąre des Hofes von Weimar in idealisierter Form wider. Es ist die Trag├Âdie des K├╝nstlers schlechthin. Der Anspruch des Genies st├Â├čt sich hier in der Gestalt Tassos an seinem Gegenpol, dem klugen Weltmann und H├Âfling Antonio. Hinter diesem ├Ąu├čeren Konflikt, der das Drama nur ausl├Âst, nicht aber bedingt, liegt die schicksalhafte innere Beziehung zwischen dem Dichter und der F├╝rstin Leonore. Die in einer so in sich ruhenden Welt als zerst├Ârender Frevel erscheinen mu├č. Ihrem Ma├č mu├č sich auch das Genie unterordnen. In unerh├Ârt gesteigerter Spannung f├╝hrt dieses Erlebnis zu dem gro├čen Ausbruch, der mit dem "Hinweg!" der F├╝rstin sein tragisches Ende findet. Aber aus der wilden Verzweiflung findet Tasso zu seiner Sendung als Dichter, dem ein Gott zu sagen gibt, was er leidet.


Weiterf├╝hrende Angaben:  
interne Quellen:  
externe Quellen:  
Bemerkungen: Kartoncover (├╝ber normalem Cover)
Archivstatus: Inventarnr.: 001_0861, Umfang (Seiten Scans): 111
Patenschaft:  


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