Jazz und Liebe (Fanni)

Untertitel: Hörsingspiel von
Sendefolge:

Autor/Autorin: Hans Holtzer
Oscar Sachs
Bearbeitung:

Regie: Hermann Wawra
Regieassistenz:

Darsteller: Heinz Altringen (Fritz HĂĽbel)
Käthe Dobbs (Fanni)
Ludwig Donath (Hugo Koch)
Lilly Fröhlich (Frau Pokorny)
Rose Jung-Mahr (Louison)
Karl Kneidinger (Theodor Gröger)
Auguste Liedermann-Stärk (Baronin Kaminska)
Emil Pfeiffer (Fred)
Jenny Reingruber (Mali)
Theodor WeiĂź (Steffenson)
Musik: Walter Reif
Ausführende (Tätigkeit):
Tontechnik:

Erstsendung: 1934-04-22
Sendezeit: 20:05-21:50
Wiederholung:
Sendeanstalt: RAVAG I (bis 1938)
Abteilung:
Inhalt:
"„Jazz und Liebe...! Früher war s halt Walzer und Liebe! Aber eines ist sich, Gott sei Dank, gleich geblieben: die Liebe!“
 Und auch das echte Wiener Herz, der Steffel und die schöne Wiener Stadt. Und die Wiener: die machen keinen Unterschied,
 die singen, wie’s ihnen ums Herz ist. Wiener Lied und Jazz, herrliches, gemütvoll-inniges Wiener Lied und sentimentaler,
 lächelnd-wissender Jazzrefrain durchziehen die Handlung dieses Volksstückes, zeigen den Kampf zwischen alter und neuer Zeit.
 Da ist der alte Theodor Gröger, der in seinem gut besuchten Etablis­sement in Grinzing unter begeistertem Jubel mit seiner Kapelle
 die eigenen Lieder spielt, dessen Kompositionen überall, von alt und jung, gesungen werden. Gröger haßt die modernen Schlager,   kann seinen Primgeiger Hugo Koch und dessen moderne Musik nicht verstehen. Hugo ist mit Grögers Tochter Fanny verlobt, ist
 ihr herzlich zugetan. Und doch folgt er der Baronin Kaminska, die dem jungen, begabten Komponisten Erfolg ver­spricht. So siegt
 das Talent zunächst über die Liebe. Aber— das wäre ja doch schließ­lich nicht das richtige, herzliche Wiener Volksstück, auch   heutzutage nicht. Trotz des Erfolges und Reichtums, trotz der heißen Liebe der Baronin kann Hugo seine Fanny nicht vergessen,
 die Erinnerung wird immer mächtiger. Bis es Hugo mit unwiderstehlicher Gewalt in die Heimatstadt zurücktreibt, bis er sich sein Glück— fürs Leben holt. Gröger hat durch bittere Erfahrungen, durch harte Schicksalsschläge gelernt, die neue Zeit zu­mindest zu achten.
 Erfährt er ja auch, daß Hugo ihm heimlich in der größten Not ge­holfen hat. Ein wenig wird Gröger mit dem neuen Geist gehen,
 ein ganz klein wenig. Aber ah etwas läßt er nicht rühren: An der Liebe, am Wiener Herz! „Aber... gelt...mei’ Fanny machst zum zweitenmal nit un­glücklich! Hand d’rauf, Hugo!“ Denn auch heute darf es nur heißen: Jazz und Liebe!" "
zit.n.: Sendespiele der Woche, in: Radio Wien, 10. Jhg., Nr. 30, 20.04.1934, S. 13

WeiterfĂĽhrende Angaben:  
interne Quellen:
Letzte Programmberichte Radio Wiens bitte vorzumerken:, in: Radio Wien, 10. Jhg., Nr. 29, 13.04.1934, S. 23
Sendespiele der Woche, in: Radio Wien, 10. Jhg., Nr. 30, 20.04.1934, S. 13
Radioprogramm Sonntag 22.04, in: Radio Wien, 10. Jhg., Nr. 30, 20.04.1934, S. 16
externe Quellen: Neues vom Film, Jazz und Liebe, aus dem Bestand der Ă–sterreichischen Nationalbibliothek, in: Der Abend, Nr. 32, 08.02.1934, S. 07
"Radio:"; aus dem Bestand der Ă–sterreichischen Nationalbibliothek, in: Das kleine Volksblatt, Nr. 109, 22.04.1934, S. 29
Bemerkungen: Aufkleber am Cover (in rot, klein)
Archivstatus: Inventarnr.: 001_0776, Umfang (Seiten Scans): 43
Patenschaft: Philippa J.-B. 


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