Chrysanthemen

Untertitel:
Sendefolge:

Autor/Autorin: Jean Lit
Bearbeitung: Eva Schwarz (Übersetzung)

Regie: Ernst Wolfram Marboe
Regieassistenz: Walter Gellert

Darsteller: Wolfgang Gasser
Guido Wieland
Musik: Franz Bileck
Ausführende (Tätigkeit):
Tontechnik: Peter Kuntz

Erstsendung: 1969-11-24
Sendezeit:
Wiederholung:
Sendeanstalt: ORF
Abteilung: ORF-N
Inhalt:

Das Gespräch zwischen zwei Männern, einem älteren und einem jüngeren, findet in einem Bahnhof in der Nähe von Paris statt, beide warten auf denselben Zug. Bahnhöfe helfen vielen Leuten zu denken und mit ihren Problemen fertig zu werden. Es sind Grenzsituationen zwischen dem kleinen, bescheidenen Reich, in dem des Einzelne regiert, und dem Reich der Vielen, in das man, aufgenommen, unsichtbar wird – ein Zug stellt die Verbindung her. Die eigene Ruhelosigkeit vergeht in der allgemeinen. Das macht die Faszination des Bahnhofs aus: Hier ist der Ort, das Schicksal über sich entscheiden, gewinnen zu lassen oder – selbst zu gewinnen. Der Alte hat seine Frau nach dreißig Jahren Ehe verloren. In seiner Einsamkeit flüchtet er irgendwohin, um Trost zu finden, den ihm der Zufall zuspielt. Er geht zum Bahnhof, er setzt sich neben einen jungen Mann, um ihm seinen Kummer zu erzählen. Plötzlich ergibt sich eine überraschende Wendung: Der bisher so geduldige, wortlose Zuhörer stellt nun selbst Fragen, aggressiv, bohrend, vorbehaltlos nach der Wahrheit forschend. Er erschüttert die Selbstsicherheit des Alten, prüft die Echtheit der vorgetragenen Gefühle und zwingt ihn so, sich nicht mit gefälliger und zufriedenstellender Wehleidigkeit weiterzuhelfen, sondern einen neuen Weg einzuschlagen und zum Leben zurückzufinden.


Weiterführende Angaben:  
interne Quellen:  
externe Quellen:  
Bemerkungen: Bärenreiter unbeschriebenes Kartoncover
Archivstatus: Inventarnr.: 001_4458, Umfang (Seiten Scans): 38
Patenschaft:  


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