Dantons Tod

Untertitel: Ein Drama
Sendefolge:

Autor/Autorin: Karl Georg BĂĽchner
Bearbeitung: Edwin Zbonek

Regie: Edwin Zbonek
Regieassistenz:

Darsteller:
Musik:
Ausführende (Tätigkeit):
Tontechnik:

Erstsendung: 1958-05-01
Sendezeit:
Wiederholung: 1961-05-01
Sendeanstalt: ORF
Abteilung:
Inhalt:

Büchner wählte für sein Drama einen Ausschnitt aus der Spätphase der Französischen Revolution - zehn Tage im März und April 1794 -, in der sie in Diktatur und blutigen Despotismus umzuschlagen beginnt. Nachdem alle gemässigten Gruppierungen ausgeschaltet worden sind, beginnen die Grabenkämpfe unter den Jakobinern (Ende 1793/Anfang 1794); die Handlung setzt kurz nach der Eliminierung der Hébertisten (der eigentlich radikalsten Fraktion) ein und endet mit derjenigen der Dantonisten, die sich nun von Robespierres harter Linie zu distanzieren begannen, obgleich sie lange Zeit alle Gewaltmassnahmen mitverantwortet hatten.
Das Stück gründet auf ausführlichen Studien zur Geschichte der Französischen Revolution, und aus den Quellen flossen etliche Originalzitate in den Text ein. Büchner selbst beurteilt die Vorgänge nicht unmittelbar. In der Gestalt Dantons schlägt sich jedoch seine Skepsis gegenüber dem Ideal des autonom handelnden Individuums nieder. Sein Protagonist bezeichnet die Geschichte als fatalistischen Prozess, der zu immer neuen Leiden führt und der - scheinbar - determiniert, vorherbestimmt verläuft. "Puppen sind wir, von unbekannten Mächten am Draht gezogen."
Das Drama entstand in den ersten Monaten des Jahres 1835 in "höchstens fünf Wochen", während Büchner wegen der Gründung der "Gesellschaft für Menschenrechte" und der Veröffentlichung seiner radikal sozialistischen Flugschrift "Der hessische Landbote" polizeilicher Verfolgung ausgesetzt war. Unmittelbar nach Abschluss des Manuskripts konnte er nur durch schnelle Flucht der Verhaftung entgehen. (BR-Programmheft)


WeiterfĂĽhrende Angaben:  
interne Quellen:  
externe Quellen:  
Bemerkungen: Papiercover
Archivstatus: Inventarnr.: 001_3427, Umfang (Seiten Scans): 57
Patenschaft:  


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