FĂĽnf Mann Menschen

Untertitel:
Sendefolge:

Autor/Autorin: Ernst Jandl
Friederike Mayröcker
Bearbeitung:

Regie: Peter Michel Ladiges
Regieassistenz:

Darsteller: Renate E. Bauer (Schwester V)
Friedrich von BĂĽlow (3. Stimme)
Christine Davis (Schwester II)
Dinah Hinz (Kellnerin, Krankenschwester, Schwester I)
GĂĽnther Neutze (Ansager)
Gerhard Remus (5. Stimme)
Ute Remus (Schwester III)
Heiner Schmidt (Berufsberater, Unteroffizier, Offizier, Richter)
JĂĽrgen Schmidt (2. Stimme)
Isabel Stumpf (Schwester IV)
Hans Timerding (Vater)
Gian Fadri Töndury (4. Stimme)
Helmut Wöstmann (1.Stimme)
Ellen Xenakis (Mutter)
Musik:
Ausführende (Tätigkeit):
Tontechnik:

Erstsendung: 1972-12-03
Sendezeit:
Wiederholung:
Sendeanstalt:
Abteilung:
Inhalt:
Im Zeitrafferverfahren werden in "Fünf Mann Menschen" zentrale Lebensereignisse durchgespielt: von der Gebärklinik über Elternhaus, Schule, Kino, Berufsberatung, Kneipe, Militär, Krieg, Spital, Gericht, Gefängnis, Erschiessung... wieder zurück zur Gebärklinik, diesmal in der Vaterfunktion. Denn "solange es Kinder gibt, wird es Kinder geben". Es entsteht das - ironisch simplifizierte - Modell eines an Verwaltungsapparate und inhumane Verhaltenszwänge wehrlos ausgelieferten Daseins, zugleich aber auch ein Spiel mit Worten und Hörkonventionen. - Das Hörspiel, das heute als Klassiker gilt, sorgte zur Zeit seiner Entstehung für erhebliches Aufsehen. 1969 wurde es mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet und eröffnete in seiner Nachfolge die Ära des sogenannten 'Neuen Hörspiels'.

Ein stereophones Sprachspiel, dessen Auszeichnung mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden für 1968 zum spektakulären Auftakt einer neuen Hörspiel-Ära wurde. In den Jury-Begründungen heißt es: "Ernst Jandl und Friederike Mayröcker, die als Repräsentanten experimenteller Lyrik bekanntgeworden sind, haben zusammen mit dem Regisseur Peter Michel Ladiges zum ersten Male im Hörspiel die Möglichkeiten konkreter Poesie beispielhaft eingesetzt. Sie zeigen exemplarische Sprach- und Handlungsvorgänge, in denen der zur Norm programmierte menschliche Lebenslauf nicht abgebildet, sondern evoziert wird. Dabei nutzen und meistern sie die Möglichkeiten der Stereophonie. Die Sprache ist für die Autoren Material, mit dem sie spielen und zugleich eine unmißverständliche Mitteilung machen, die unsere Zeit ebenso betrifft wie trifft."

WeiterfĂĽhrende Angaben:  
interne Quellen:  
externe Quellen:  
Bemerkungen: Verlag Niederösterreichisches Pressehaus X
Archivstatus: Inventarnr.: 001_4223, Umfang (Seiten Scans):
Patenschaft:  


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