Michael Kohlhaas

Untertitel: Eine H├Ârfolge nach der gleichnamigen Novelle von
Sendefolge:

Autor/Autorin: Heinrich v. Kleist
Bearbeitung: Adolf Bauer

Regie: Erich Schwanda
Regieassistenz:

Darsteller:
Musik:
Ausf├╝hrende (T├Ątigkeit):
Tontechnik:

Erstsendung: 1953-05-16
Sendezeit: 18:50-19:20
Wiederholung:
Sendeanstalt: Radio-Wien (RAVAG II, nach 1945)
Abteilung:
Inhalt:

Sein Rechtsgef├╝hl glich dem einer Goldwaage - so schrieb Heinrich von Kleist ├╝ber eine seiner bekanntesten Figuren, den Rossh├Ąndler Michael Kohlhaas. Unterwegs vom Brandenburgischen zur Leipziger Messe wird Kohlhaas vorn Junker Wenzel von Tronka aufgehalten. Unter dem Vorwand, er habe keinen Pass, den er aber wohl ben├Âtige, nimmt ihm der Junker zwei seiner Rappen als Pfand. In Dresden, beim zust├Ąndigen s├Ąchsischen Landesherrn, muss er erfahren, dass es gar keines Passierscheins bedarf. Noch ohne sonderlichen Groll, hatte er doch derweil die restlichen Pferde zu guten Preisen verkauft, macht sich Kohlhaas auf den Weg zur Tronkenburg. Als er aber dort seine Rappen bis zur Unkenntlichkeit abgemagert und den zur├╝ckgelassenen Knecht misshandelt vorfindet, beginnt sich sein sprichw├Ârtliches Rechtsempfinden zu regen. Das Verh├Ąngnis d├Ąmmert herauf, als durch h├Âfische Intrigen seine Klage beim Dresdner Gericht auf Wiederauff├╝tterung der Pferde abgelehnt wird und nimmt schlie├člich seinen endg├╝ltigen Verlauf, als seine Frau Lisbeth bei dem Versuch, ihrem Landesherrn eine Bittschrift zu ├╝berreichen, von einem Schergen niedergeschlagen wird und an den Verletzungen stirbt. Nun beginnt der Kohlhaas'sche Feldzug um die W├╝rde des Rechts, der letztlich viele Unschuldige trifft, die wahren Verursacher der Rechtsbeugung aber kaum erreicht. Kohlhaas jedoch sieht sich "der Welt in der Pflicht verfallen, sich Genugtuung f├╝r die erlittene Kr├Ąnkung, und Sicherheit vor zuk├╝nftiger seinen Mitb├╝rgern zu verschaffen." Daf├╝r ist ihm jedes Mittel recht.
Wie kaum ein Autor vor oder nach ihm hat Kleist in seinen Werken das ewig gespannte Verh├Ąltnis von Individuum und Gesellschaft, die Frage nach der Legitimit├Ąt von Recht und Gewalt und den Anspruch des Einzelnen auf Wahrung seiner pers├Ânlichen Integrit├Ąt in fesselndster Gestaltung thematisiert. (HR-Programmheft)


Weiterf├╝hrende Angaben:  
interne Quellen:  
externe Quellen:  
Bemerkungen: Papiercover
Archivstatus: Inventarnr.: 001_2938, Umfang (Seiten Scans): 23
Patenschaft:  


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